Branding –

Was ist das überhaupt?

Branding oder auch Brand Design hört man mittlerweile überall. Aber was genau ist damit eigentlich gemeint und betrifft das auch Solopreneure?

Moodboard für das Branding eines Mietcampers mit Strand, Palmen, Textur, Möwe, Wellen, Surfern und Kaffee, um das Gefühl von Freiheit zu vermitteln
Nick Duell, Pixabay, Roman Odintsov, Jess Loiterton, Cansu şengün, Greta Hoffman, Karolina Grabowska, Matt Hardy // alle von Pexels.com

„Brand“ leitet sich vom englischen Begriff „Marke“ ab. Mit Branding ist das gesamte Marketingkonzept gemeint. Ein Bereich darin ist das oft synonym verwendete Brand Design, das Gestaltungskonzept der Marke. Es geht nicht bloß um das Logo! Zum Brand Design gehören festgelegte Schriften, Farben, Bildwelten, Muster, Texturen und Layouts. Mit all diesen Elementen entsteht ein einheitlicher Look, der (nach einer Inkubationsphase) im besten Fall sofort mit dir und deiner Brand assoziiert wird.

Brand Design vs. Corporate Design

Stellen wir uns einmal vor, Michelle hat eine Modeboutique, in der sie ihre selbst entworfene Kleidung verkauft. Es gibt eine Damenlinie und eine Herrenlinie. 🛍️ Beide Linien haben ein eigenes Logo und werden (schon wegen der unterschiedlichen Zielgruppen) anders in den Sozialen Medien präsentiert. In diesem Fall sind die beiden Linien streng genommen keine separaten „Unternehmen“ (engl. Corporate = Firmen…; unternehmerisch), sondern zwei Marken. Die Gestaltungsvorgaben wären also ein Brand Design und kein Corporate Design.

Corporate Design ist wiederum Teil der Corporate Identity (CI). Darunter fallen auch die Kunden-Ansprache und Marketingstrategien. Das Identitätskonzept von großen Firmen wird teilweise so detailliert ausgearbeitet, dass es sich neben dem Design in die Bereiche Corporate Behavior, Corporate Communication, Corporate Culture, Corporate Language, Corporate Philosophy und Corporate Soul gliedert.

Branding ist die Entsprechung von Corporate Identity bezogen auf Marken. Neben dem bereits erwähnten Brand Design gehören Brand Voice, Werte, Zielgruppe, Positionierung, Mission und Vision zum Oberbegriff Branding. 😊👍

Kritik

Manche Designer lehnen den Begriff „Branding“ ab, denn er kann auch missverstanden werden als „Brandzeichen“ – wie die zur Besitzanzeige von Rindern oder Pferden. 🥺 Damit ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass man z.B. das Logo übertrieben häufig, fast musterhaft nutzt und ein zu starres Gerüst für die Gestaltung der Werbemittel baut. So als ob man einen Stempel wahllos überall draufsetzt. Ein flexibles, responsives Design mit Logo- und Layout-Varianten macht in jedem Fall Sinn, denn jedes erfolgreiche Unternehmen nutzt diverse Medien, die verschiedene Möglichkeiten bieten bzw. Vorgaben machen. Ein Beispiel wären die unterschiedlichen Displaygrößen bei Smartphones – untereinander und im Vergleich zum PC.

Branding Beispiel "Homey Camper" für eine Wohnmobil Vermietung mit Logo, Laptop Aufkleber, Geschäftspapier, Visitenkarte, Tasse und Fahrzeug Beschriftung
Gestaltung: Grafikstudio Herbst

Wozu brauche ich ein Branding?

Ein einheitliches Design hilft dir, potenziellen Kunden als Marke im Gedächtnis zu bleiben, mit den richtigen Themen in Verbindung gebracht zu werden und das Unternehmen professionell nach außen hin zu präsentieren. Außerdem spart es enorm viel Zeit, wenn dieses Grundgerüst erst einmal steht, denn so können zu einem späteren Zeitpunkt benötigte Medien anhand der Vorgaben schnell angelegt werden.

Branding-Checkliste für ein erstes Konzept:

  • Ist bereits ein Logo vorhanden?
  • Ist ein Redesign nötig? (Mehr über die Gründe dafür findest du in diesem Blogartikel.)
  • Sind Farbwerte definiert? (Mehr über CMYK, RGB und Pantone Farbwerte findest du hier.)
  • Sind Schriften definiert?
  • Ist eine Bildsprache definiert?
  • Gibt es weitere Gestaltungselemente? (Buttons, dekorative Muster, Pfeile etc.)
  • Ist eine zielgruppengerechte Ansprache definiert? (Deutsch/Englisch; du/Sie; sachlich/locker)
  • Auf welchen Kanälen liegt der Fokus? (LinkedIn; Tiktok; TV-Werbung; Print; Podcast; Newsletter)
  • Gibt es ein Stylesheet oder Brand Guidelines mit allen Vorgaben?
  • Haben alle Beteiligten Zugriff darauf?

Wie du siehst, gibt es einiges zu bedenken und viel zu gewinnen. Hast du jetzt Lust bekommen, dein Branding zu optimieren, damit du deine Traumkund:innen anziehst? Wenn du bei dem Prozess Zeit sparen und das Ganze nachhaltig angehen möchtest, vereinbare gerne einen Termin zum zum kostenlosen Erstgespräch. 👩‍💻 🙌